Ich habe aufgehört zu laufen, sehe nicht mehr durch den Vorhang aus prasselndem Regen. Von oben bis unten durchnässt und frierend stehe ich hier und nehme nichts wahr außer dem Geräusch des Regens. Mit starrer Miene beobachte ich die Tropfen, die von den Blättern rinnen. Ich fühle nichts. Nichts mehr. Zu lange war Chaos in meinem Herzen, jetzt ist es völlig still. Überlastet, könnte man sagen. Warum stehe ich hier, frage ich mich, und weiß doch die Antwort. Weil mir nichts und niemand mehr so wichtig erscheint wie es einst war. Was hat mich so durcheinandergebracht? Ich kenne mich selbst nicht mehr. Zu lange habe ich die falschen Menschen geliebt, den Falschen vertraut. Ich war haltlos im Sturm. Und jetzt stehe ich hier, endlich auf festem Boden, und frage mich: Kann ich überhaupt noch lieben?
ps: kleine veränderungen am layout. ich brauche frischen wind hier drin.
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