Ich sitze in dem viel zu stickigen Bus mit viel zu wenig Platz für meine Knie und viel zu vielen Leuten, ich lehne meinen Kopf ans Fenster und wünsche den Lärm um mich herum zur Hölle, ich schalte einfach die Welt um mich herum aus, blende sie aus.
Die Lieder dröhnen in meine Ohren, sind viel zu schnell vorbei für meine Gedanken, und lautlos schreie ich die Worte in die stille Welt hinaus.
Du erinnerst mich an all das, an schreien, an atmen, an wegrennen und warten
Und gerade als ich aufspringen und der Welt, die immer lauter, immer fordernder wird, ins Gesicht schreien, will, sie soll aufhören, sie soll endlich still sein, da fällt mir alles wieder ein.
Staunend sehe ich zu, wie der Lärm wieder verblasst, als hätte ich die Fähigkeit nur vergessen, als wäre sie plötzlich wieder aufgetaucht. Vielleicht sind es diese Gedanken, dieses pure Glück, die sie vor Ehrfurcht verstummen lässt.
Und als der sternenbedeckte Himmel auf uns herunterfällt, sich auf die Autos, die Lichterschlange, die sich in der Ferne dahinwindet, die Ampeln legt, ein schwach glimmendes Feuer, da weiß ich, dass ich es könnte. Abheben und davonfliegen, ab nach Hause, zu den Menschen, die sich wie ein reißender Schmerz durch mein Herz ziehen. Ich glaube, das nennt man vermissen. Aber ich kann es, ich kann bei ihnen sein, der Staub von samtener Nacht und grellen Sternen öffnet meine Augen, verwandelt mich komplett, ich strecke die Hände aus, schicke meine Gedanken in jede Richtung, dreimal um die Erde und wieder zu mir zurück. Ich kann es.
Du kannst es. Da bin ich mir sicher.
AntwortenLöschenVorallem kannst du aber schreiben. Man, wie ich deine Texte liebe!
Ja. Zitate am Heftrand. -Wer kennt das nicht?
xx
Du kannst es, natürlich kannst du es.
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