24. März 2013

XOXOXOXOX

Es ist das rauschhafte Gefühl, das unsere Nächte ausmacht. Die Gewissheit, dass das, was wir gerade tun, irgendwo in einem dicken Buch, das im Büro eines Anwalts steht, als verboten gekennzeichnet ist, lässt das Feuer in uns noch heller lodern. Es brennt in uns, brennt auf der Zunge, im Herzen, auf den Händen. Wir tragen die Zeichen der Verlorenen, und wir tragen sie mit Stolz. Wir sind die ewige Dunkelziffer, diejenigen, die sich im Verborgenen halten, aber sie sind hier. Es ist das Gefühl von weichen, alkoholisierten Lippen, das leise Klicken des Feuerzeugs in der Dunkelheit, die weißgrauen Rauchringe, die sich vom Nachthimmel abheben und ins Nichts davonfliegen. Wir werden ignoriert, von allen Seiten, und wir ignorieren sie alle, darin sind wir geübter als jeder andere, denn wir haben ein Geheimnis zu bewahren, und gerade das hebt uns so von ihnen allen ab. Wir sind die glorreich in den Abgrund Stürzenden, während draußen im Wald leise eine Geige spielt. Irgendwann werden wir uns anpassen und eins mit der Menge werden, aber jetzt schweben wir darüber und blicken auf sie herab; und wünschen, dass dieser Zustand niemals endet.

« Das Schöne an dieser ständigen Gefahr war, dass jede Sekunde eines verbotenen Vergnügens so ungeahnt aufregend war. »
                  -- eine wie alaska

1 Kommentar:

  1. Hey,
    du hast eine sehr schöne art zu schreiben, wirklich. ich bin sehr gespannt was alles noch kommt, du hast eine leserin mehr ♥

    http://gefuehleunterdurecken.blogspot.de

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