Wir sitzen am Feuer, wehren uns gegen die ewige Kälte der Frühlingsnacht und sprechen Worte, die vorbeiwehen und im schwarzen Nichts der Nacht verlöschen. Denn heute zählen andere Dinge als Worte; wer braucht schon Worte? Ein arrogantes Grinsen, flüchtig zugeworfen über die lila flackernden Flammen. Die ständige Berührung zweier Knie, ganz beiläufig, doch die Verbindung steht und sie bleibt, obwohl sie schwankt. Die kirschrot glühenden Leuchtpunkte der Kippen wetteifern mit dem Feuer um die schönste Farbe, das diffuse Licht wirft seltsame Schatten auf all die Gesichter und weckt Sehnsucht nach Rebellion, nach Eskalation, nach Kontrolleverlust, nach Regellosigkeit. Der Alkohol brennt uns süß in der Kehle, als wir weiter leise, unwichtige Worte wechseln. Ein Lachen erhellt die dunkle Nacht, klingt verlockend zu uns herüber und durchbricht die melancholische Stimmung, die sich wie ein abendfarbener Vorhang über uns niederlegt. Einer nach dem anderen steht auf, allein bleibt das Ich auf der nach frischem Holz duftenden Bank sitzen und hängt seinem ewig wiederkehrenden Fluss von Gedanken nach.
Ja, ich komme auf deinen Blog.
AntwortenLöschenHallo, hier bin ich :D
Und danke, wollte ich dir sagen. Du Wunder.
Lina♥