Gelangweilt sehe ich aus dem Busfenster, draußen laufen die üblichen Schülermassen vorbei. Meine Gedanken sind bei den Arbeiten, die heute Nachmittag erledigt werden müssen, bis ich in der Menge dein Gesicht entdecke. Vor Verwunderung kann ich mich einige Augenblicke lang nicht erinnern, wie man atmet ... Du bist nie hier, das ist das erste Mal, dass ich dich an der Parkbucht stehen sehe. Und ich sehe sehr wohl die Zigarette, die du in der Hand hältst. Du nimmst einen tiefen Zug, unterhältst dich gleichzeitig mit all den anderen und ich sehe das Lächeln auf deinem Gesicht. Ich möchte gerne mitlächeln, aber meine Gesichtszüge sind wie eingefroren. Hier ist er, einer der gravierendsten Gründe, warum ich dich nicht mögen darf. Aber ich mag dich.
Ich liebe dein freches Grinsen, dass mir jedes Mal einen Schauer über die Haut jagt, wenn dein Blick zufällig meinen streift. Aber noch mehr liebe ich deinen nachdenklichen Gesichtsausdruck, wenn du ausnahmsweise mal ernsthaft bist.
Aber ich darf das nicht, es wird alles zerstören, was ich habe!
Langsam setzt sich der Bus wieder in Bewegung, aber ich kann meinen Blick nicht von dir abwenden. Du wirkst so ... so gelöst. Ja, du wirkst schön, und dieser Gedanke erschreckt mich. Schließlich biegt mein Bus in die Hauptstraße ein und obwohl dein Gesicht schon lange hinter der Kurve verschwunden ist, blicke ich dir noch lange nach.
28/09/2012
ich denke, dieses gefühl kennt jeder. jeder.
AntwortenLöschentut mir leid, dass ich kommentieren und das alles im moment so vernachlässige, ich lese alle deine texte. manchmal bin ich nur einfach so kaputt von den tagen, dass ich nicht mehr die kraft finde.
tut mir wirklich leid.
Lina