16. Januar 2013

broken thoughts - black shame

Es ist einer dieser Tage, an denen sich die Tore in den Angeln wiegen, zur sehnsüchtigen Melodie des Windes, der scharf und melancholisch vorbeizieht. Die Wolken fliehen vor der eisigen Kälte der Nacht, bleiben kurz am untergangsfarbenen Himmel stehen, heben fragend die von gleißender Sonne golden umrahmten Schultern und eilen davon. Meine Gedanken haften an ihnen fest, fliegen davon, rinnen mir durch die Finger. Wie eine verblasste Schwarzweißfotografie läuft mein Blickfeld über die Weiten der Felder und zu mir zurück. Die entflohenen Gedanken, leicht wie Möwenfedern gefangen in der stürmischen Meerbrise, kehren zurück in meinen schmerzenden Kopf und bringen ein Stück der flüchtigen Vergänglichkeit zurück in meine tintenbefleckte Seele. Die scherzhaften Worte unzähliger Tage strömen auf mich ein, überfluten mich mit ihren Reizen und ziehen mit gewaltiger Anstrengung meine Mundwinkel nach oben. Tausende von Worten, gedachten, geschriebenen und ausgesprochenen, mühen sich ab und rufen schließlich mein lange vergessenes Lächeln aus den Tiefen meiner Seele hervor. Die Sehnsucht und Traurigkeit der letzten Tage weicht dahin, wird von den davonhastenden Wolken mitgerissen und verblasst schließlich am Horizont.

3 Kommentare:

  1. bei dir fehlen mir immer die worte. du schreibst so schön <3

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  2. danke :*
    die frage, die mich dabei am meisten bewegt, ist, ob ich aus diesem grund sagen kann, dass ich nicht an die beziehung glaube? hast du einen freund?
    alle meine freundinnen, die vergeben sind, sind so unglaublich glücklich verknallt... das ist so ungewohnt.

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  3. Naja, okay, doch ein bisschen weiter - 3 Stunden von München entfernt. Allerdings ist es die nächstgrößere Stadt, Innsbruck ausgenommen, deshalb fährt man öfters dorthin. "Bauernpartys", also meine Freitagabende trifft es damit ziemlich genau :D Traurig, aber ich kann eben doch nur bis zu 'nem gewissen Punkt einen auf Kosmopolitin machen...

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