13. Januar 2013

fre as a bee?

Wir biegen auf einen Ziehweg ein, der Schnee knirscht leise unter meinen Skiern. Hinter mir ruft mir meine Freundin, dass sie die schwarze Piste nehmen, aber ohne mich, ich will die Luft genießen, die nach Freiheit riecht. Nicht verzweifelt um die Kontrolle kämpfen, die mir doch so essentiell ist. Geradeaus gleite ich weiter, dahin auf der festgefahrenen Schneefläche, atme die Flocken zusammen mit der eiskalten Luft ein, schmecke die pure Freiheit. Ich lasse meine Gedanken streifen, durch die Wälder, einzelne blitzen in meinem Kopf auf. Und plötzlich, gerade als meine Skier eine krachende Eisfläche kreuzen und ich das Gesicht verziehe, kommt er mir, der Gedanke, den ich so lange gesucht habe. Warum ich nicht so glücklich bin, wie ich es sein sollte. Weil ich jedes Mal, wenn du 'für immer' sagst, am liebsten aufstehen und weglaufen will, in die entgegengesetzte Richtung. Weil das hier nicht für immer ist. Vielleicht nicht einmal für lange, es ist für jetzt. Wo ist meine Freiheit geblieben? Habe ich sie gegen den berüchtigten goldenen Käfig eingetauscht? Ich weiß es nicht. Vielleicht. Vielleicht auch nicht.
Ich will mich nicht selbst einschränken, ich brauche meine Freiheit, ich war immer so frei - und jetzt? Die Zweifel nagen an mir, wann haben sie mich ganz aufgefressen?

1 Kommentar:

  1. es ist ein käfig, aber die tür steht offen. denke ich. hoffe ich. ...wünsche ich mir.

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