20. Januar 2013

get me out of here

Kennt ihr das, wenn es einfach nicht mehr geht? Wenn man nicht mehr kann? Und dann steht hinter dir jemand, der dich ständig vorwärtsschiebt und du willst dich nur umdrehen, ihm ins Gesicht schlagen, so fest es nur geht, und dann am Straßenrand zusammenbrechen. Die ganze Welt verfluchen und einfach nicht mehr aufstehen, zumindest in nächster Zeit nicht, bis die Last auf den Schultern ein bisschen erträglicher geworden ist. Kennt ihr das?
Dann wisst ihr genau, wie es in mir gerade aussieht. Keine Kraft, keine Energie, keine Lust. Ich verliere mich stets in den Mustern der Wolken, die am Himmel entlang eilen, aber der Himmel hat sich in eine nebligen, milchigen Decke über uns verwandelt, keine Muster mehr, die meine Gedanken leiten. Ich verliere mich stets in den Worten um mich herum, aber sie haben ihre Leuchtkraft verloren, suchen glanzlos ihren Weg inmitten der ausgekühlten Körper und werden niedergetrampelt, verlieren gnadenlos ihren Wert unter den Absätzen der Wortlosen. Ich verliere mich stets im Gefühl deiner kühlen Hände, doch sie scheinen alternd, der Funke ist erloschen, nichts mehr zu verlieren.
Nichts mehr zu verlieren.
Mehr zu verlieren.
Zu verlieren.
Verlieren.
Dieses Wort geht mir ständig durch den Kopf, zusammen mit Ende und Freiheit. Sie hängen alle zusammen, aber welches von ihnen wiegt am schwersten?

-und jedes Mal endet alles mit einem Fragezeichen

2 Kommentare:

  1. Bleib stark, Layla. Ich weiß, wie einengend das Gefühl ist, das du gerade hast, aber es wird bald besser, ich bin mir sicher. Du schaffst das.

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  2. ich glaube, jeder kenn es. das gefühl, wenn alles kaputt geht und man sich fragt, wieso man nicht den rest auch noch runterwerfen kann.
    aber, immer, wenn man denkt, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein lichtlein her.
    wieso nichts mehr zu verlieren? wieso ist der funke erloschen? von wem sprichst du?
    ich wünsche dir ganz viel kraft, dass du das überstehst <3

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