22. Januar 2013

just do it

Wir steigen aus dem Auto, schwerfällig mit den Skischuhen an den Beinen, nehmen die Skier aus dem Kofferraum. Ich werfe einen Blick auf die Piste, in seltsam helles Flutlicht getaucht inmitten der samtenen Nachtschwärze. Vielleicht fünfundzwanzig Leute gleiten hinunter, im Kielwasser der Pistenraupe, der einzige Lärm, den man weit und breit hört. Die meisten Gesichter sind bekannt, mein Cousin brüllt eine Begrüßung quer über den Hang und ich muss lachen. Wir laufen den Weg entlang, bis wir am oberen Ende der kleinen Piste angelangt sind, schnallen die Skier an und sie wirft mir ein schnelles Grinsen zu - "Nach dir" - ich fahre los. Nur das Knirschen des Schnees unter meinen Skiern, die leichte Auslenkung in den Kurven, und das Gefühl, diese Piste in- und auswendig zu können, leitet mich. Wir springen zu zweit gleichzeitig über einen Hügel, und lachend fühle ich mich, als würde ich davonfliegen, senkrecht zu den Sternen hinaufkatapultiert werden, in die endlose Freiheit. Viel zu schnell komme ich hart auf dem eisigen Boden der Tatsachen auf, eine letzte Kurve und ab in den Lift. Dieselbe Bewegung wie immer, die Skier um 90° drehen und in der Bewegung des Seils mitfließen, seit zehn Jahren dasselbe, und als ich hinter ihr in der Spur entlanggleite, um uns herum das schallende Gelächter und Geschrei der anderen, rufe ich nach vorne: "Das mit dem Nachtskifahren war die beste Idee, die du jemals hattest!"

1 Kommentar:

  1. skifahren. niemand, der es nicht beherrscht oder kennt würde verstehen, was das wunderbare daran ist.
    aber es ist da und es ist unbeschreiblich.
    Lina♥

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