22. Juli 2013

A snapshot from where you were born

Fast unbeweglich liege ich da und lausche der sprudelnden Bilderfolge in meinen Gedanken, die mich vom pochenden Schmerz in meinem Fuß ablenkt.

Meine beste Freundin kommt mir in den Sinn. In den letzten Tagen haben wir so viel Zeit zusammen verbracht wie lange nicht mehr, und es tut so gut, sie an meiner Seite zu haben. Ich sehe uns direkt nacheinander in der Therme eine Rutsche nach der anderen runtersausen, die Knie und Ellbogen schon blau und grün, aber lachend und zutiefst glücklich. Ich sehe uns in der Stadt, mit den Eisbechern vor uns, wie wir reden bis spät in die Nacht, uns noch näher kommen als in all den letzten Jahren, wenn das überhaupt möglich ist. Sie ist ein Fixstern in meinem Universum, ein hell strahlender, der mir stets den richtigen Weg weist.

Die Bilder von gestern abend fluten meinen Kopf und wischen die von ihr zur Seite. Ich sehe mich selbst, seinen Arm um meine Taille, lachend und auf der Bank tanzend. Überall Dirndl und Lederhosen, wir fallen kaum auf, und doch heben wir uns von ihnen allen ab, weil wir strahlen. Die ganzen wissenden Blicke quittieren wir nur mit einem noch wissenderen Grinsen, denn wir haben ein Geheimnis, das kaum je einer begreifen wird. Und das Lebkuchenherz an meinem Kleid spricht eine eigene Sprache, eine, die sie alle glauben zu verstehen, doch sie tun es nicht.

All die Erinnerungen, so kostbar wie sonst nichts, außer vielleicht dem Augenblick, verscheuchen alles, was mich bedrückt, selbst den brennenden Schmerz. Dass sie mir gehören, ich sie erlebt habe, und sonst niemand, ist gleichermaßen unbegreiflich und wunderbar, und dieses Wissen schützt mich.

1 Kommentar:

  1. ich danke dir so
    doch du schreibst so schön
    wie können meine worte das schon mithalten dagegen.

    ich weiß nur nicht ob ich will
    dass es sinn ergibt
    ich habe solche angst
    vor dem bild
    dass das puzzle zeigen wird.

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