22. September 2013

Remember what you're staring at is me

Vielleicht ist es doch unmöglich. Zu oft mischt sich die allgegenwärtige Bitterkeit in unsere Stimmen, viel zu oft. Die Angst durchtränkt unsere Worte und macht sie klebrig und schwer. Wie Honig, könnte man meinen, aber sie nehmen die Farbe von Blut an, sobald man sie betrachtet. Die Frustration schnürt uns den Hals zu und macht uns das Atmen schwer. Und dann sitzen wir hier, ringen um das kostbare Oxygen, das uns unser Herz verweigert, weil es bei jedem keuchenden Atemzug schmerzt, als stäche man ein Messer hinein. Zu weit weg sind all die Erinnerungen daran, dass alles möglich ist, wenn man es nur erreichen will. Zu weit weg das Gefühl von warmer Haut auf Haut, zu weit weg der Duft nach Rosen und Passionsfrucht, gemischt mit dem Dunst von Alkohol und Zigarettenrauch. Das Gefühl von Zuhause hat uns verlassen, ist fortgewandert, an einen fremden Ort, den keiner mehr kennt. Vielleicht steht unser Gerüst noch, vielleicht sehen wir nach außen hin noch intakt aus. Aber innen stürzt alles in sich zusammen, ein einziger Trümmerhaufen. Und wer trägt die Schuld daran?

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