Das Leben ist unfair, flüstert der Regen. Ja, ich weiß!, schreie ich in die namenlose Dunkelheit hinaus und wische mir Tränen und Regentropfen gleichermaßen aus dem Gesicht. Fort damit. Vielleicht sind jetzt all die Illusionen endgültig zerstört, vielleicht hört es jetzt auf wehzutun. Ich hasse dieses Wort, vielleicht. Es klingt nach Unsicherheit, nach Zweifel. Nach schwankenden Fähnchen im Wind. Genau das, was ich jetzt bin, doch ich will es nicht wahrhaben, um keinen Preis. Wann hört das auf? Wann kehrt mein Leben zurück? Die Tage liegen lang und grau vor mir, gefüllt mit Fragezeichen. Wo bleiben die Antworten? Werde ich sie jemals finden? Sie sagen, die Grübelei bringe sowieso nichts, aber was wissen sie schon? Wenn man nicht mehr tun kann als nachzudenken, muss man sich wohl damit zufriedengeben, sich den Kopf zu zerbrechen, zu zerreißen, bis die Schmerzen so unerträglich werden, dass plötzlich der ganze Mensch taub ist. Warum existiert Liebe? Wieso zerbricht unter dem Druck der Sehnsucht auch das stärkste Herz? Fragen, die wohl nie jemand beantworten kann.
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