Was kann ich noch tun? Stehe am Rande des Wahnsinns, unten im Abgrund brodeln die unheimlichen Vorstellungen vor sich hin. Wie komme ich hier weg? Der Kessel des Verderbens zieht mich magnetisch an, mit unwiderstehlicher Macht. Jedes Mal, wenn ich ein wenig Abstand von all der Misere gewinne, dann schwächt sich die Verbindung von selbst ab, dann erlischt der Schmerz langsam. Und dann komme ich wieder in Berührung mit all dem Seelengift, dann frisst sich jedes Wort wie Säure in mein Herz. Ist das Desaster die Wirklichkeit, die sich mit jedem Schritt mehr von mir entfernt? Oder dramatisiere ich hier nur alles? Wer kann mir eine Antwort geben, auf all die zahllosen Fragen? Du weißt nicht, dass du mich mit jedem Wort zertrittst wie die Erde unter deinen Füßen. Was würdest du tun, wenn du es wüsstest? Nichts vermutlich. Du bist das Messer, das sich in meine Haut bohrt, die Säure, die mich langsam von innen her auffrisst. Ich brauche dich wie der Süchtige seine Drogen, und genauso schadest du mir auch. Du tötest mich langsam, aber sicher, lässt nichts von mir übrig außer die Nerven, damit ich den Schmerz nach wie vor spüren kann. Was bezweckst du? Zählst du deine Tränen, so wie ich die meinen? Fühlst du genauso? Warum? Warum nicht? Wirst du mir jemals wieder antworten? So viele Fragen.
19. Oktober 2013
Was ist bloß kaputt mit deiner Liebe? Warum ist sie so groß?
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