27. November 2013
Life Saver
Buchstabe für Buchstabe hastig aufs Papier gekritzelt, bevor sie im Strom der Gedanken ertrinken. Worte formen sich, dann Sätze. Pfeile, Kreise, Verbindungen, gezogen wie im Fieber. Langsam kristallisiert sich ein Muster heraus, eine Geschichte nimmt Gestalt an. Die erste Reihe des Teppichs ist geknüpft, die losen Fäden der Fantasie verbunden. Der Anfang von etwas formt sich, abstrakt noch, aber leuchtend und farbenfroh. Wer hat behauptet, es gäbe keine Magie? Derjenige hat noch nie Worte verknüpft, eines nach dem anderen gesetzt, bis sie anfingen zu klingen, nicht mehr leer, sondern volltönend und eindringlich.
Und woher kommt der Strom der Magie? Wer spinnt die Fäden, aus denen der Teppich entsteht? Wer verkörpert das, was wir Inspiration nennen? Die, die wir lieben. Sie sind unsere Quelle, unser Geist, unsere Worte. Unser Lächeln, unsere Sucht. Wir können ewig bei ihnen verweilen, wir hungern nach ihren Worten. Wir betteln nach ihren Blicken, eine flüchtige Berührung der Augen reicht für so viele Gedanken. Wir sezieren jeden Halbsatz, den sie von sich geben, ob offen oder im Geheimen. Sie sind es, denen wir am meisten vertrauen und doch am wenigsten. Ihr Geist schimmert hinter jedem einzelnen Buchstaben hervor. Ergreift Besitz von jedem, der diese Zeilen liest, und lebt in den Gedanken aufs Unendliche, bleibt niemals vergessen.
-you're my addiction, my spirit, my life saver - what would my life be without you, just a scream in the nameless dark-
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